Buchrezension - "Still - Chronik eines Mörders" von Thomas Raab

Quelle: Droemer Knaur Verlagsgruppe
"Still" habe ich bei einem Gewinnspiel von vorablesen.de - vom Autor signiert - gewonnen. 
Darüber habe ich mich riesig gefreut, stand dieses Buch doch schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste!

Das Cover ist eher schlicht gehalten, wirkt aber trotzdem irgendwie ... "unheilvoll". 
Angesichts der Handlung, ist es sehr gut gewählt!

Der Schreibstil des Autors ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Viele Sätze kommen eher "stichpunktartig" daher. Doch wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, lässt sich "Still" kaum noch aus der Hand legen. 

Thomas Raab gelingt es, den Leser schon mit der Geburt seines Protagonisten - Karl Heidemann - in seinen Bann zu ziehen.  Er beschreibt dessen Leben und Leiden so voller Details, dass der Leser in ein regelrechtes Gefühlschaos gerät: soll man Karl Heidemann hassen, auf Grund der Taten, die er verübt? Soll man Mitleid mit ihm haben, auf Grund seines Leidens, dass ihn von Geburt an quält? Oder soll man ihn gar mögen, für die Absichten, die eigentlich hinter seinen Taten stecken?

Von Anfang bis Ende fällt es dem Leser jedenfalls nicht schwer, sich in Karl Heidemann hineinzuversetzen. Seinen Taten mögen grausam sein, doch durch die ausführlichen Gefühlsbeschreibungen durch den Autor, kann man Karl in gewisser Weise sogar verstehen. 

"Still" ist ein fesselnder Kriminalroman, der dem Leser menschliche Abgründe aufzeigt; erschreckend, wieviel Verständnis man für einen Mörder aufbringen kann. 



Daten zum Buch: 
Titel: "Still - Chronik eines Mörders" 

Autor: Thomas Raab
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Kriminalroman

Seitenzahl: 368
ISBN:
978-3-426-19956-5 
 Erschienen am: 14.01.2015 

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