Buchrezension - "Liebe verletzt" von Rebecca Donovan - Band 1/3



Seit einer gefühlten Ewigkeit stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal. Nur aus einer Laune heraus begann ich letztens damit, es zu lesen. Und konnte kaum noch aufhören!
„Liebe verletzt“ ist eher ein Jugend-Buch, doch erzählt über Liebe vor dem Hintergrund häuslicher Gewalt. Zwei Themen, die immer aktuell sind und somit auch für Erwachsene geeignet.

Quelle: Fischer Verlage
Emilys Vater ist tot und ihre Mutter verfiel dem Alkohol. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Doch Carol, ihre Tante, hasst Emily und lässt sie das stets und ständig nur allzu deutlich spüren. Ihr Onkel will die Gewalttaten seiner Frau nicht wahr haben, schaut meist weg oder spielt die Dinge herunter.
Emily könnte die Situation ändern, könnte alldem entfliehen, wenn sie nur mit jemandem über ihre Probleme sprechen würde. Doch das möchte sie Carols Kindern – denen diese eine liebevolle Mutter ist – nicht antun.
Und so zählt sie die Tage rückwärts und sehnt die Zeit herbei, zu der sie das Haus verlassen und aufs College gehen kann. Ihren Alltag hat sie streng durchgeplant. Sie beteiligt sich an vielen Sportveranstaltungen und Schulprojekten. Nebenher erledigt sie für Carol noch die Hausarbeit. Am Wochenende ausgehen und Freunde treffen sind für Emma tabu.
Doch dann kommt Evan neu an die Schule und das Leben, mit dem Emma sich abgefunden hat, wird plötzlich völlig auf den Kopf gestellt.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, man ist sofort im Geschehen und kann sich gut in Emma hineinversetzen. Des Weiteren erschafft sie sehr authentische Charaktere. Emmas Tante Carol war mir vom ersten Moment an unsympathisch. Evan hingegen ist der Typ, den man sofort mögen muss und bei dem mir auch immer ein Schmunzeln über die Lippen gekommen ist.
Man kann während der kompletten Handlung mit dem jungen Liebespaar mitfühlen. Oftmals kann man die Handlungen und Reaktionen von Emma erst nicht verstehen, doch die Autorin bemüht sich sehr, Emmas Gefühle und Sichtweisen verständlich darzustellen.

„Liebe verletzt“ wird als Thriller betitelt, doch trotz dem beklemmendem Thema würde ich es eher als Roman bezeichnen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Liebesgeschichte zwischen Evan und Emma vor dem Hintergrund der ihr zugefügten häuslichen Gewalt. Beim Lesen des Klappentextes hatte ich mir jedoch eher eine andere Story vorgestellt. Auch das Cover passt meiner Meinung nach nicht zum Geschehen.
Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir sofort die nachfolgenden Teile bestellt!



Daten zum Buch: 
Titel: "Liebe verletzt" - Band 1 der "Liebe"-Trilogie
Autor: Rebecca Donovan
Verlag: Fischer Verlage
Genre: Roman

Seitenzahl: 560
ISBN: 
978-3-7335-0031-3 
 

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