Lässt einen wirklich erblassen: "Leichenblässe" von Simon Beckett - eine Rezension

"Leichenblässe" ist der dritte Band der Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunter. 
Da ich die vorhergehenden Bände noch nicht besitze, das Buch aber die perfekte Größe hatte, um unterwegs gelesen zu werden, verzichtete ich auf die Vorgeschichten. 
Meiner Meinung nach, kann man das auch getrost tun. Zwar werden immer mal wieder Anspielungen auf Geschehnisse gemacht, die vor "Leichenblässe" passiert sind, aber um die Handlung zu verstehen, muss man kein vorheriges Buch gelesen haben. 

Cover
Mit dem abgebildeten Kreuz ist das Cover sehr schlicht gehalten und lässt schon vermuten, dass es in "Leichenblässe" um Tod geht. 
Zu Beginn hat man jedoch noch keine Ahnung, wie richtig man mit dieser Vermutung liegen wird.

Inhalt
Der Forensiker David Hunter ist - seit seinem letzten Einsatz - nicht mehr sicher, ob er seinem Beruf weiterhin gewachsen ist. 
Deshalb folgt er der Einladung seines Mentors Tom Liebermann an dessen Forschungsinstitut und gönnt sich damit eine Auszeit von London. 
Bald ist es mit reiner Forschungsarbeit nicht mehr getan. Denn Liebermann soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Da er gesundheitlich leicht angeschlagen ist, bittet er Hunter, ihm zu helfen. Doch die Anwesenheit von David Hunter ist nicht von jedem erwünscht. Schnell merkt er, dass die Agenten des TBI ihn und seine Arbeit nicht anerkennen und so hat er einen schweren Stand während der Ermittlungen. Diese stellen sich außerdem als nicht so leicht heraus. Denn die Spuren am Tatort sind widersprüchlich. Als dann auch noch weitere Opfer auftauchen, wird Tom und David klar, dass der Täter mit ihnen spielt. 
Beide ahnen nicht, dass sie selbst in Gefahr schweben.

Eigene Meinung
Anfangs habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. 
Doch sobald die erste Leiche gefunden war, stieg auch mehr und mehr die Spannung, mit der der Autor die Geschichte erzählte. 
Zwar gab es während der Ermittlungen immer wieder persönliche Dispute zwischen Hunter und den Agenten des TBI, was einen schon etwas nerven konnte, aber diese Momente gingen immer recht schnell vorbei. 
Relativ kurz nach der ersten Leiche wurde auch klar, dass es nicht nur ein Opfer gab, doch was einen im Laufe der Handlung noch erwartete, damit konnte man wirklich nicht rechnen. 
Der Schluss - und damit die Enttarnung des Täters - hat mich mehr als nur überrascht. In keinster Weise hatte ich damit gerechnet!

Fazit
Etwas weniger persönliche Reibereien und "Leichenblässe" wäre einer meiner Lieblings-Thriller gewesen. Leider kann ich es aber absolut nicht leiden, wenn die Ermittlungsarbeiten durch private Auseinandersetzungen aufgehalten werden. 
Trotzdem bin ich neugierig auf weitere Fälle von David Hunter und werde wohl wieder etwas vom Autor lesen. 



Daten zum Buch:
Titel: "Leihenblässe" (Band 3 der David-Hunter-Reihe)
Autor: Simon Beckett
Verlag: Rowohlt / rororo
Genre: Thriller

Seitenzahl: 656 
ISBN: 978-3-499-25788-9
Erschienen am: 01.12.2011



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