Guten Freunden gibt man ein Nougat-Küsschen

Hallo ihr Plätzchen-Nascher!

Kennt ihr das: ihr blättert in Rezepte-Büchern oder surft durchs Internet und stoßt dabei auf Bilder von Plätzchen, die so lecker aussehen, dass ihr sie unbedingt nachbacken wollt!?
Selbst nachdem ihr euch das Rezept durchgelesen habt und schon skeptisch denkt Na, ob das was wird? könnt ihr an nichts anderes denken, als an das schöne Foto dieser Plätzchen.

Nun, so ging es mir bei den Nougat-Küsschen.
Sie liefen mir in diesem Jahr in mehreren Backbüchern und auch im Internet über den Weg. Ein Foto war schöner als das andere. Und hey: es waren Plätzchen mit Nougat, die mussten unbedingt gebacken werden!


Obwohl ich nach dem Lesen des Rezeptes nicht mehr ganz so begeistert war. Stand ich doch mit Plätzchenteig im Spritzbeutel etwas auf Kriegsfuß (ihr könnt mein Spritzbeutel-Trauma in meinem Beitrag zu den Zitronen-Schmatzern lesen).

Doch – oooh – sie sahen sooo fantastisch aus. Und vielleicht war das mit dem Teig und dem Spritzbeutel ja gar nicht so schlimm?
Mein Entschluss stand fest: Die Nougat-Küsschen würden in die Plätzchendose wandern, komme was wolle!
In weiser Voraussicht habe ich einen Schluck Milch zum Teig gegeben, weil er mir sehr fest vorkam.
Schließlich wollte ich mich nicht wieder so plagen wie bei den Zitronen-Schmatzern.

Ich ahnte noch nicht, wie sehr ich mich täuschte… 

Doch von vorne.
Zunächst habe ich nur eine kleine Menge Teig in meinen Spritzbeutel gegeben.
Ich war positiv gestimmt, denn der Teig lies sich schon (etwas) leichter herausdrücken, als die zitronige Variante.
Doch plötzlich tat es einen Ruck… und mein Spritzbeutel war im Eimer L
So war das wirklich nicht geplant gewesen und meine Laune sank rapide.

Schon nicht mehr ganz so positiv gestimmt füllte ich den Teig in meine Gebäckspritze. Diese war aus Edelstahl und sollte dem Ganzen gut standhalten.
Damit hatte ich auch recht. Doch einfach ging die Sache trotzdem nicht.
Mit jedem Tuff auf dem Blech schwand meine Lust und meine Finger- und Arm-Schmerzen wuchsen. Da sag nochmal einer, dass Plätzchen backen keine Arbeit sei! 
Ich kann euch versichern, dass ich am nächsten Tag wirklich Muskelkater hatte! Aber immerhin blieb meine Gebäckspritze heil. ;-)

Warum ich euch das erzähle, anstatt euch einfach vorzuschwärmen, wie lecker und toll diese Nougat-Küsschen sind?


Weil ich finde, dass über solche tollen Plätzchen ruhig auch einmal die Wahrheit gesagt werden kann! Wie schon erwähnt habe ich einige Rezepte gefunden. Aber in keinem wurde erwähnt, dass man, um den Teig aufs Blech zu spritzen, Muskeln wie Popeye braucht!
Und irgendwie sollten ja auch mal negative Erlebnisse auf den Blogs dieser Welt geschildert werden, oder? ;-)

Wenn ihr also die Nougat-Küsschen backen wollt, dann habt ihr entweder selbst Super-Kräfte oder jemand in eurem Bekanntenkreis, der euch dabei hilft.


Die Küsschen schmecken zwar wirklich lecker und sind absolut etwas für Nougat-Fans. Aber wenn ich mir überlege, was für eine Arbeit und Muskelkraft in ihnen steckt, weiß ich nicht ob ich sie noch einmal backen möchte. Ich denke, für's nächste Jahr suche ich mir eine einfachere Sorte :-D




Das könnte euch auch gefallen (mit Klick auf das Bild gelangt ihr zum jeweiligen Rezept):

Haselnuss-Nougat-Hörnchen
Mokka-Taler / Mokka-Baiser-Plätzchen


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